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Gedanken von und über den Gitarristen Fred Frith und seine Improvisationsmusik: Bei seinen Improvisationskonzerten muss man sich in der Tat vom Gedanken einer einzigen narrativen Linie verabschieden: Der Hörer ist gefordert, den verschiedensten Sprechweisen, die gleichzeitig ablaufen, zuzuhören. "Hier wird dem Publikum", erzählt Frith, "keine Struktur aufgezwängt. Vom Hörer wird lediglich verlangt, daß er dem, was er hört, seine eigene Ordnung auferlegt, daß er für sich selbst eine Ordnung ableitet." Für die Improvisation, die Begegnung mit dem Unerwarteten müsse man leer sein, sagt Frith. "Leer und erdverbunden, wie beim Tai Chi. Man versucht, alle Ideen und Pläne zu vergessen - dann kommen die Dinge auf einen zu und man beginnt, damit zu arbeiten. Neue Klang- und Spielmöglichkeiten zu finden, ist keine Suche nach dem Neuen, sondern vielmehr der Ruf nach einer Ausdrucksform, die wahr ist. Und um diese Wahrheit auszudrücken, muß sie aus dir selbst kommen - sonst imitierst du nur etwas." (www.arte.tv/de/kunst-musik/cd-tipps/Jahrhundertwerke/1873592.html)
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